Welcher Boden passt zu welchem Raum
| Belag | Stärken | Geeignet für |
|---|---|---|
| Parkett (Mehrschicht oder Massiv) | warm, langlebig, abschleifbar | Wohn- und Schlafräume, Vorraum |
| Vinyl (Klick oder vollflächig verklebt) | pflegeleicht, wasserunempfindlich, leise | Küche, Vorraum, Kinderzimmer, Mietwohnungen |
| Fliesen | sehr robust, wasserfest | Bad, WC, Küche, Vorraum |
In Wohnräumen entscheiden sich viele für Parkett, in stark beanspruchten Bereichen für Vinyl oder Fliesen. Eine ausführliche Gegenüberstellung lesen Sie im Beitrag Parkett oder Vinyl.
Fliesen im Wohnbereich sind in Wien weniger verbreitet, kommen aber in modernen Wohnungen mit großformatigen Platten wieder häufiger vor. Sie sind besonders langlebig, fühlen sich ohne Fußbodenheizung jedoch kühl an. Welcher Belag zu Ihrer Wohnung passt, hängt neben dem Geschmack von Nutzung, Budget, Aufbauhöhe und dem Zustand des Untergrunds ab.
Der Untergrund entscheidet über das Ergebnis
Bevor ein neuer Boden verlegt wird, prüfen wir den Untergrund:
- Ebenheit: Unebenheiten zeichnen sich besonders bei Vinyl durch. Mit Ausgleichsmasse wird der Estrich gespachtelt.
- Feuchtigkeit: Neuer Estrich muss ausreichend trocken sein, bevor Parkett oder Vinyl darauf kommt.
- Altbelag: Teppich, alte Fliesen oder PVC werden in der Regel entfernt. Manche Beläge können überlegt werden, wenn die Aufbauhöhe es zulässt.
- Holztramdecken im Altbau: Hier braucht es einen leichten, passenden Aufbau. Mehr dazu auf der Seite Altbauwohnung renovieren.
Ein sauberer Untergrund ist der Grund, warum unsere Richtwerte für neuen Boden Untergrund und Verlegung bereits enthalten.
Parkett schleifen statt neu verlegen
Bestehendes Parkett muss nicht immer raus. Ist die Nutzschicht dick genug, wird der Boden abgeschliffen, Fugen und kleine Schäden werden ausgebessert, danach wird er lackiert oder geölt. Das Ergebnis ist ein Boden, der wieder wie neu aussieht – bei deutlich weniger Aufwand als ein Neubelag.
Besonders bei Fischgrät- oder Schiffbodenparkett in Gründerzeitwohnungen lohnt sich das. Ob Ihr Parkett geschliffen werden kann, beurteilen wir vor Ort an einer gut zugänglichen Stelle, etwa an einer Türschwelle oder einem Heizkörper.
Kosten für neuen Boden in Wien
Für neuen Boden aus Parkett oder Vinyl inklusive Untergrundvorbereitung und Verlegung rechnen wir mit 75–150 € pro m². Am unteren Ende liegt Klick-Vinyl auf gutem Untergrund, am oberen Ende hochwertiges Parkett mit aufwendigem Ausgleich.
Beispiel: Eine Wohnung mit 50 m² Wohnräumen kostet für neuen Boden etwa 3.750–7.500 €. Muss der alte Belag entfernt werden, kommt der Rückbau mit 35–70 € pro m² hinzu. Wenn der Boden Teil einer größeren Renovierung ist, rechnen Sie im Kostenrechner alle Gewerke zusammen.
Boden im Zuge der Renovierung richtig einplanen
Der Boden kommt am Ende einer Renovierung, nachdem Elektrik, Installateur und die staubigen Malerarbeiten erledigt sind. Wer zuerst verlegt und dann ausmalt, riskiert Kratzer und Farbspritzer. Deshalb takten wir den Bodenleger im Bauzeitplan nach den Malerarbeiten ein und schützen den fertigen Boden bis zur Übergabe.
Auch Türen spielen eine Rolle: Ändert sich die Aufbauhöhe, müssen Innentüren eventuell gekürzt oder neu angeschlagen werden. Für ein Angebot senden Sie uns Fotos und die Raummaße über das Anfrageformular.
Trittschall, Fußbodenheizung und Übergänge
Neben der Optik gibt es technische Punkte, die bei der Bodenwahl oft unterschätzt werden:
Trittschall: In Mehrparteienhäusern hören die Nachbarn darunter jeden Schritt, wenn der Boden ohne geeignete Dämmung verlegt wird. Je nach Belag kommt eine Trittschalldämmung unter den Boden oder der Belag wird vollflächig verklebt. Manche Hausordnungen oder Eigentümergemeinschaften haben dazu Vorgaben – im Einzelfall prüfen.
Fußbodenheizung: Nicht jeder Belag eignet sich gleich gut. Fliesen leiten Wärme am besten, bei Parkett und Vinyl muss das Produkt für Fußbodenheizung freigegeben sein. Massivparkett mit hoher Stärke dämmt stärker und verzögert die Wärmeabgabe.
Übergänge: Zwischen Räumen mit unterschiedlichen Belägen – etwa Parkett im Wohnzimmer und Fliesen im Vorraum – braucht es saubere Übergangsprofile. Ideal ist ein Höhenausgleich, der Stolperkanten vermeidet.
Sockelleisten: Sie schließen die Dehnungsfuge zur Wand. Im Altbau passen oft höhere, profilierte Leisten, im Neubau schlichte, niedrige.
Raumklima: Parkett arbeitet mit der Luftfeuchtigkeit. Vor der Verlegung wird das Material in der Wohnung gelagert, damit es sich an das Raumklima anpasst. Wer einen vollständigen Überblick über alle Renovierungsposten möchte, findet ihn auf der Seite Wohnung renovieren Kosten.