Was Vermieter nach einem Auszug brauchen
Für Vermieter zählen andere Dinge als für Selbstnutzer: Termintreue, robuste Materialien und ein Ergebnis, das sich gut fotografieren und vermieten lässt. Typische Leistungen nach einem Auszug:
- Wohnungsbegehung mit Ihnen oder der Hausverwaltung, Mängelliste
- Räumung von Restmöbeln und Entsorgung
- Ausmalen aller Räume in neutralem Weiß
- Parkett schleifen oder neuen, strapazierfähigen Boden verlegen
- Tausch defekter Schalter, Steckdosen, Armaturen und Silikonfugen
- Kleinreparaturen an Türen, Fenstern und Einbauten
- Endreinigung und Übergabe besenrein
Wichtig ist dabei eine klare Dokumentation. Wir halten den Zustand vor Beginn der Arbeiten mit Fotos fest und dokumentieren nach Fertigstellung, was erneuert wurde. Das erleichtert Ihnen spätere Mieterwechsel, die Abrechnung mit der Hausverwaltung und gegebenenfalls Gespräche mit dem ausziehenden Mieter über den Zustand der Wohnung.
Schnelle Wiedervermietung durch gute Planung
Die Zeit bis zur Wiedervermietung lässt sich verkürzen, wenn die Renovierung schon vor dem Auszug geplant wird. Idealerweise sehen wir uns die Wohnung während der Kündigungsfrist an. Dann liegen Fixpreis-Angebot und Bauzeitplan am Tag der Schlüsselübergabe bereits vor, und die Arbeiten können sofort beginnen.
Weil wir alle Gewerke koordinieren, gibt es keine Lücken zwischen Maler, Bodenleger und Installateur. Sie können die Wohnung mit fixem Fertigstellungstermin bereits inserieren und Besichtigungen planen.
Renovierungsumfang: auffrischen oder sanieren
Nicht jede Wohnung braucht beim Mieterwechsel dasselbe. Wir unterscheiden zwei Szenarien:
| Szenario | Typischer Umfang | Richtwert |
|---|---|---|
| Auffrischen | Ausmalen, Boden, Kleinigkeiten | ca. 150–300 € pro m² |
| Komplettsanierung | alle Gewerke, Bad, Küche, Leitungen | ca. 900–1.800 € pro m² |
Nach langen Mietverhältnissen ist oft ein Mittelweg sinnvoll: auffrischen und zusätzlich das Bad erneuern (15.000–30.000 €) oder eine neue Küche einbauen (8.000–25.000 €). Ihre Variante rechnen Sie im Kostenrechner durch; Details zur Vollsanierung finden Sie unter Komplettsanierung.
Materialwahl für Mietwohnungen
In vermieteten Wohnungen bewähren sich Materialien, die robust, leicht zu reparieren und zeitlos sind:
- Boden: Vinyl ist unempfindlich gegen Wasser und Kratzer, Parkett lässt sich bei späteren Mieterwechseln abschleifen. Den Vergleich finden Sie im Beitrag Parkett oder Vinyl.
- Wände: Neutrales Weiß, scheuerbeständige Dispersion.
- Bad: Standardformate bei Fliesen erleichtern spätere Reparaturen; Armaturen mit gut erhältlichen Ersatzteilen.
- Elektrik: Ein aktueller Stand mit FI-Schutz gibt Ihnen Sicherheit als Vermieter, mehr dazu unter Elektroinstallation erneuern.
Welche Erhaltungspflichten Vermieter treffen und welche Investitionen in welchem Rahmen weiterverrechnet werden können, hängt unter anderem davon ab, ob die Wohnung in den Anwendungsbereich des MRG fällt. Das ist im Einzelfall zu prüfen.
Zusammenarbeit mit Hausverwaltungen
Hausverwaltungen betreuen oft mehrere Wohnungen gleichzeitig. Wir arbeiten mit einem fixen Ansprechpartner, schriftlichen Angeboten nach Gewerken und einer Dokumentation mit Fotos vor und nach der Renovierung. Rechnungen lassen sich so eindeutig zuordnen.
Auch Schlüsselübergaben, Zugang über Stiege und Lift sowie die Information der Hausparteien stimmen wir direkt ab. Für eine Wohnung oder eine laufende Zusammenarbeit nehmen Sie über das Anfrageformular Kontakt auf.
Checkliste für den Mieterwechsel
Mit einer strukturierten Vorbereitung lässt sich die Leerstandszeit deutlich verkürzen. Bewährt hat sich folgende Abfolge:
- Kündigung erhalten: Termin für eine Vorbesichtigung mit dem ausziehenden Mieter vereinbaren.
- Vorbesichtigung: Zustand dokumentieren, Mängel und gewünschte Arbeiten festhalten. Wir sehen uns die Wohnung idealerweise bei diesem Termin mit an.
- Angebot und Bauzeitplan: Sie erhalten ein schriftliches Fixpreis-Angebot nach Gewerken und einen Termin für die Fertigstellung.
- Material bestellen: Böden, Armaturen oder Küchengeräte mit Lieferzeit werden bereits vor dem Auszug bestellt.
- Wohnungsübergabe: Gemeinsame Abnahme mit dem Mieter, Zählerstände ablesen, Schlüssel übernehmen.
- Renovierung: Die Arbeiten starten unmittelbar nach der Übergabe.
- Inserat und Besichtigungen: Parallel zur Renovierung mit dem bekannten Fertigstellungstermin inserieren, Fotos nach Abschluss ergänzen.
- Übergabe an neue Mieter: Besenrein, mit Dokumentation der durchgeführten Arbeiten.
Für Wohnungen, die nach langen Mietverhältnissen umfangreicher saniert werden, ist der Bauzeitplan länger. Hier empfiehlt sich, die Sanierung gesondert zu planen und gegebenenfalls Bad und Küche mitzuerneuern. Informationen zu Badsanierungen zwischen zwei Mietverhältnissen finden Sie auf der Seite Badsanierung Wien, Hinweise zur Dauer im Beitrag Wie lange dauert eine Renovierung.